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Reibahlen

Mit unseren Reibahlen bearbeiten Sie vorgebohrte Bohrungen auf das benötigte Endmaß. Für die Bearbeitung von Hand führen wir verstellbare HSS-Handreibahlen in Größenbereichen von 6 bis 84 mm. Jede Reibahle lässt sich innerhalb ihres angegebenen Verstellbereichs einstellen – etwa zum Anpassen einzelner Passbohrungen oder für Nacharbeiten bei Reparaturen.
Für den maschinellen Einsatz bieten wir VHM-Maschinenreibahlen zur Herstellung von H7-Passungen. Die Werkzeuge aus Vollhartmetall besitzen einen geraden Schaft in NC-gerechter Ausführung. Wählen Sie je nach Bearbeitungsart eine verstellbare Handreibahle oder eine Maschinenreibahle im benötigten Nenndurchmesser; die Maße und Verstellbereiche stehen im jeweiligen Angebot.

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Kaufberatung

Reibahlen richtig auswaehlen

Aufmaß / Vorbohrung

Reibahlen tragen nur wenig ab: Bohrung ca. 0,1-0,3 mm kleiner vorbohren, dann bringt die Reibahle sie auf Endmaß.

Toleranz & Passung

Reibahlen erreichen enge Toleranzen (H7) und feine Oberflächen - ideal für Passungen von Bolzen, Stiften und Lagern.

Nutung

Gerade genutet universell; Linksdrall führt bei rechtsschneidenden Reibahlen Späne nach vorn – typisch für Durchgangslöcher.

Schneidstoff

HSS zäh und günstig, HSS-E für Edelstahl, VHM für harte Werkstoffe - höchste Standzeit und beste Maßhaltigkeit.

Beschichtung & Kühlung

Beschichtungen bei Reibahlen führen meist zu keinem guten Ergebnis; immer mit Schneidöl oder Kühlung und gleichmäßigem Vorschub arbeiten.

Nie rückwärts drehen

Reibahle nur vorwärts und mit Vorschub drehen - Zurückdrehen beschädigt die Schneiden und die Oberfläche.

Häufige Fragen

Fragen & Antworten rund um Reibahlen

Was ist eine Reibahle und wofür wird sie verwendet?

Eine Reibahle ist ein mehrschneidiges Werkzeug, das eine
bereits vorhandene Bohrung auf ihr genaues Endmaß und eine feine Oberfläche bringt. Sie bohrt nicht selbst, sondern trägt nur ein kleines Aufmaß ab und erzeugt so maßgenaue Passungsbohrungen - etwa für Bolzen, Passstifte oder Lagersitze. Das Ergebnis ist deutlich präziser und glatter als eine gebohrte Bohrung.

Welche Arten von Reibahlen gibt es?

Die wichtigsten Typen sind: Handreibahle (mit Vierkant zum
Drehen von Hand), Maschinenreibahle (für Bohrmaschine/CNC), verstellbare Reibahle (einstellbarer Durchmesser für Sondermaße), Kegelreibahle (für konische Bohrungen und Kegelstifte), Aufsteckreibahle (für große Durchmesser auf einem Dorn) sowie hochpräzise NC-/VHM-Reibahlen für enge Toleranzen in der Serie.

Was ist der Unterschied zwischen Hand- und Maschinenreibahle?

Die Handreibahle hat einen langen, flachen Anschnitt, damit
sie sich von Hand sauber in die Bohrung einführen lässt - ideal für
Einzelstücke und Montagearbeiten ohne Maschine. Die Maschinenreibahle hat einen kurzen Anschnitt und ist für den Einsatz in Bohrmaschine oder CNC ausgelegt, wo sie schnell und wiederholgenau arbeitet. Für Serien und enge Toleranzen ist die
Maschinenreibahle die richtige Wahl.

Wie viel muss ich für eine Reibahle vorbohren (Aufmaß)?

Eine Reibahle trägt nur ein kleines Aufmaß ab. Richtwerte:
bis ca. 5 mm Durchmesser rund 0,1-0,2 mm kleiner vorbohren, von 5-20 mm etwa 0,2-0,3 mm, bei größeren Durchmessern bis ca. 0,3-0,5 mm. Beispiel: für eine fertige 8-mm-Bohrung mit rund 7,8 mm vorbohren. Zu viel Aufmaß überlastet die Schneiden, zu wenig führt zu Rattern und schlechter Oberfläche.

Welche Toleranz und Oberfläche erreicht eine Reibahle?

Standard-Reibahlen sind meist auf die Toleranz H7 ausgelegt
und erreichen sehr feine Oberflächen - genau das, was man für Gleit- und Presspassungen braucht. Mit hochwertigen Maschinen- und VHM-Reibahlen sowie sauberer Kühlung sind auch feinere Toleranzen (IT6) möglich. Entscheidend sind das richtige Aufmaß, konstanter Vorschub und ausreichend Schneidöl.

Warum darf man eine Reibahle nicht rückwärts drehen?

Eine Reibahle darf nur in Schnittrichtung (vorwärts) und
immer mit Vorschub gedreht werden - auch beim Herausziehen. Dreht man sie zurück, schlagen die Späne zwischen Schneide und Bohrungswand ein: Das führt zu Riefen, stumpfen Schneiden und einer beschädigten Oberfläche. Beim Herausnehmen also weiter in Schnittrichtung drehen und gleichzeitig herausziehen.

Wofür braucht man eine Kegelreibahle?

Eine Kegelreibahle erzeugt eine konische (kegelige) Bohrung mit definiertem Verhältnis - typisch 1:50 für Kegelstifte. Sie wird eingesetzt, um passgenaue Sitze für Kegel- und Passstifte herzustellen, damit diese spielfrei und selbsthemmend halten. Man arbeitet in kleinen Schritten, nimmt die Reibahle öfter zurück und prüft den Sitz laufend mit dem Stift.